2. Quartal 2007


Grande Boucle und SM Zeitfahren
Donnerstag, 28. Juni 2007 00:00
Die Trainingsplanung wurde seit dem Triathlon in Rapperswil viel einfachen – Radfahren, Radfahren und Radfahren. Ich freue mich aber sehr und bin überzeugt, dass ich mich weiterentwickeln werde. Nach einigen tollen Trainingseinheiten fuhr ich mit dem Team nach Frankreich zum Etappenrennen der Grande Boucle. Wir waren als Team überlegen und gewannen alles ausser das Trikot der besten Nachwuchsfahrerin (wir waren alle älter als 23 Jahre!). Ich konnte die erste Etappe gewinnen. Ca. 10km vor dem Ziel attackierte ich. Eine Fahrerin kam mit und wir teilten uns die Führungsarbeit. Dank dem Sieg startete ich am nächsten Tag im gelben Trikot. Die nächsten beiden Etappen gewann meine Teamkollegin Priska und das Leadertrikot blieb in unseren Reihen. Am Freitagabend fand als Halbetappe ein Zeitfahren über 19.7km statt. Ich musste mich nur von Nicole Cooke geschlagen geben. Sie war 6 Sekunden schneller. Am Samstag war erneut eine interessante Etappe, die wir perfekt kontrollierten. Die Entscheidung fiel am letzten Tag, als wir mit dem Col du Tourmalet und dem Col d’Aspin zwei Klassiker zu bewältigen hatten. Ich wollte im Hinblick auf den Mittwoch nicht über mein Limit. Ich fuhr bald an sechster Position alleine den ersten Berg hoch. Die Abfahrt war dann ein Genuss. Der zweite Anstieg war weniger hart. Bis zum Ziel ging es danach nur noch bergab. Ich war überrascht, wie viele Zuschauer am Streckenrand standen. Eventuell war das nicht ganz freiwillig, weil die Strasse erst nach unserem Rennen wieder freigegeben wurde. Nicole Cooke gewann die Rundfahrt vor Priska. Ich verlor den dritten Rang im Gesamtklassement und wurde schlussendlich Vierte. Es waren erlebnisreiche Tage und wir sammelten wertvolle Rennpraxis. Einzig das Essen war etwas bescheiden. Das Nachtessen bestand meistens aus Poulet und Kartoffelstock oder Reis. Gestern fand in Stettlen bei kaltem und nassen Wetter die Schweizermeisterschaft im Zeitfahren statt. Ich wusste nicht genau, wie gut ich mich von der Rundfahrt sowie von den langen Autofahrten zwischen den Etappen erholt hatte. Ich fand jedoch schnell meinen Rhythmus und bin mit dem Sieg beim Zeitfahren sehr zufrieden. Es ist mein fünfter Titel in Folge. Herzlichen Dank an alle, die den Weg nach Stettlen gefunden haben oder mir die Daumen drückten!
 
70.3 Ironman Rapperswil
Montag, 04. Juni 2007 00:00
Die letzten zwei Tage vor dem Triathlon erholte ich mich (das Wetter war ideal dafür) und füllte meine Kohlenhydratspeicher. Am Sonntagmorgen chauffierte mich Heinz nach Rapperswil. Die Wassertemperatur lag bei 14 Grad und die Schwimmstrecke wurde auf 1.4km gekürzt. Kurz vor dem Start kaufte ich mir eine Neoprenkappe. Ich schwamm kurz ein und ging wieder an Land. So schaffte ich es nicht rechtzeitig zur Startlinie, die sich ca. 100m vom Ufer entfernt befand. Das fing ja gut an! Ich schwamm dem Feld hinterher. Froh, die erste Disziplin überstanden zu haben, rannte ich in die Wechselzone. Beim Wechsel verlor ich mehr als zwei Minuten, weil ich diverse Kleidungsstücke anzog. Auf dem Rad fuhr ich meinen Rhythmus. Ich wollte auf keinen Fall überziehen. Ca. 12km vor der Wechselzone übernahm ich die Führung. Schon auf der Radstrecke hatte es einige Zuschauer. In der Wechselzone und auf der Laufstrecke war die Stimmung gigantisch. Nicola Spirig überholte mich schon sehr bald auf der Laufstrecke (ich hatte natürlich wieder viel Zeit beim Wechsel gebraucht!). Als Zweite erreichte ich das Ziel, knapp 30 Sekunden vor Sybille Matter. Ich war mit meiner Leistung sehr zufrieden und habe das Triathlonfeeling genossen. Herzlichen Dank für die tolle Unterstützung am Streckenrand!
 
Letzter Triathlon vor den Olympischen Spielen
Freitag, 01. Juni 2007 00:00
Die letzten drei Wochen ohne Radrennen habe ich zur intensiven Vorbereitung für den 70.3 Ironman genutzt. Neben zwei längeren Radtouren (einmal über den Glaubenbüelenpass und einmal wollte ich über den Schallenberg, habe dann aber in Wiggen entschlossen, direkt nach Langnau i.E zu fahren) habe ich vorallem Einheiten im GA2 Bereich trainiert. Auch das Schwimmen mit Neoprenanzug im See habe ich geübt. Mein Hund Tina hat mich begleitet. Das ist wirklich filmreif! Einige Laufeinheiten habe ich auch gemacht und dabei unangenehme Attacken von Mäusebussarden abgewehrt. Daneben gab es viele interessante Events. Der Lustigste war die Gala ""Das Zelt"". Dort habe ich das erste Mal den Komiker Massimo Rocchi erleben dürfen! Er ist hammerhaft. Im Dezember tritt er mit dem Zelt in Luzern auf. Diese Vorstellung will ich auf keinen Fall versäumen. Heute wird in ""SF bi de Lüt - Ein Ort nimmt ab"" eine Velotour mit mir und der Eglisauer Bevölkerung auf SF1 ausgestrahlt. Die Radtour haben wir am letzten Samstag gemacht. Am Mittwoch fand in Rapperswil die Pressekonferenz statt. Anschliessend habe ich mir die Radstrecke angeschaut. Sie ist sehr selektiv und hat pro Runde zwei Steigungen. Ich habe erfahren, dass der See nur gerade 14.5 Grad warm ist! Ich hoffe, dass es dabei bleibt. Die Schwimmstrecke würde dann auf 1km gekürzt. So oder so werde ich nicht nervös, wenn ich als letzte Profiathletin in die Wechselzone komme. Auch auf das Laufen bin ich gespannt. Ich habe keine Ahnung, wie ich mich schlagen werde. Obwohl ich etwas gemischte Gefühle habe, freue ich mich auf den Sonntag. Der Start erfolgt um 8:25 Uhr. Vielen Dank schon jetzt an alle Zuschauer, die uns Athleten zu Höchstleistungen anspornen und an alle Helfer, die einen tollen Anlass garantieren!
 
<< Start < Zurück 1 2 3 Weiter > Ende >>

Seite 1 von 3