4. Quartal 2007


Schöne Festtage!
Montag, 24. Dezember 2007 00:00
In der letzten Woche verbrachte ich zusammen mit Pascal drei wundervolle Tage in Saas Fee im Hotel Ferienart. Die Bedingungen auf der Piste waren bei sonnigem Wetter einmalig. Es waren nur wenige Skifahrer unterwegs. So konnten wir die Stöckli Skis voll auskosten und genossen das tolle Feeling beim Carven! Nun habe ich das Training wieder aufgenommen. Ich war bereits auf der Langlaufloipe in Rothenthurm. Auch beim Joggen hatte ich die Möglichkeit, dem Nebel zu entfliehen. Der Ergometer steht nun wieder vor dem Fernseher im Wohnzimmer :-) An dieser Stelle möchte ich mich bei allen für die Unterstützung bedanken. Meine Sponsoren ermöglichen mir, dass ich mich optimal auf die Höhepunkte vorbereiten kann. Daneben gibt es noch weitere wichtige Personen: Trainer, Betreuer, Physio und Fans. Herzlichen Dank für Euren Einsatz. Das nächste Jahr wird mit den olympischen Spielen in Peking und der WM in Varese spannend. Ich wünsche allen gute Gesundheit, den nötigen Willen, trotz Hindernissen nicht aufzugeben und viel Freude am Leben.
 
Peking
Montag, 10. Dezember 2007 00:00
Am Mittwochmorgen schaute ich mir die Zeitfahrstrecke der olympischen Spiele 2008 mit dem Taxi an. Der Parcours gefällt mir sehr gut. Auf den ersten 14km sind ca. 400 Höhenmeter zu bewältigen. Zweimal geht es bergab mit drei, vier Kurven. Die Steigung hat an den steilsten Stellen ca. 10%. Danach folgen 8km auf einer breiten Autobahn bergab. Der letzte Kilometer ist wieder auf der normalen Strasse bergauf. Die Strecke befindet ca. 60km vom Stadtzentrum entfernt in der Nähe der chinesischen Mauer. Die letzten 46km beim Strassenrennen der Frauen beinhalten zwei Runden auf der Zeitfahrstrecke. Am Freitag fand die Einzelverfolgung auf der Bahn statt. Ich erreichte in der Qualifikation den 4. Rang. Nach meinem Einsatz hustete ich bestimmt für 3 Stunden. Die Luft war durch das Heizen extrem trocken und schlecht. Auf der Bahn betrug die Temperatur 25 Grad – draussen 3 Grad. Leider konnte ich mich im kleinen Finale gegen die amtierende Weltmeisterin Sarah Hammer nicht steigern und unterlag ihr klar. Am Abend hatte ich starke Halsschmerzen und eine verstopfte Nase. Am Samstagnachmittag machte ich mich auf die Reise via Hong Kong nach Hause. Pünktlich um 6:10 Uhr am Sonntagmorgen landete ich in Zürich. Die nächsten Tage werde ich mich erholen und die Erkältung auskurieren. Durch die guten Platzierungen bei den ersten beiden Weltcuprennen liege ich in der Rangliste auf dem 3. Rang mit 400 Punkten. Die Zehntklassierte hat aber auch schon 300 Punkte. An den olympischen Spielen in Peking sind 12 Athletinnen startberechtigt. Mein Nachteil ist, dass ich keine anderen Bahnrennen (z.B. Nationale Meisterschaften, Asian Games, Ozeanien Games etc.) bestreite oder bestritten habe. Für jedes Rennen, das bei der UCI gemeldet ist, werden je nach Kategorie Punkte vergeben. Das letzte Rennen, welches gewertet wird, ist die WM in Manchester Ende März. Ich werde die nächste Saison sorgfältig planen müssen :-)
 
Peking
Dienstag, 04. Dezember 2007 00:00
Ich bin am Montagmorgen um 6:30 Uhr in Peking gelandet. Es waren einige andere Athleten auf dem gleichen Flug. Wir wurden abgeholt. Zuerst ging es direkt zum Velodrome, wo wir unsere Velos abladen konnten. Danach wurden wir zum Hotel gebracht. Ich war die Einzige, die im Hotel Haite übernachtet. Das Einchecken verlief reibungslos. Allerdings waren bestimmt 5 Mitarbeiter daran beteiligt. Für das Frühstück war es zu spät. Beim Mittagessen war ich im Essraum mit vielen Chinesen. Es wurde geschmatzt und gerülpst. Das hat mich nicht sehr erstaunt. Es zeigt, dass ihnen das Essen schmeckt. Auch das Spucken und „Chodern“ gehört hier zum Alltag. Das nächste Abenteuer war das Geldwechseln. Als ich die Bank betrat, warteten bestimmt 30 Chinesen. Ich wurde aber sofort bedient und dabei von allen neugierig beobachtet. Das ganze dauerte mehr als 20 Minuten. Zuerst wurde mein Pass kopiert, dann jede US Note auf Echtheit geprüft, danach gab es 3 Belege und jeder Arbeitschritt erforderte mehrere Personen. Mit dem Taxi fuhr ich zur Bahn. Die Adresse vom Velodrome und vom Hotel hatte ich in chinesischen Schriftzeichen dabei. Ich wollte mir für das Training eine Rolle ausleihen, was sich wiederum als sehr kompliziert herausstellen. Der Hammer war jedoch, als ich mir im Supermarkt eine Körperlotion kaufen wollte. Da alle Artikel nur auf chinesisch angeschrieben waren, fragte ich eine Verkäuferin. Am Ende hatte ich 6 Verkäuferinnen um mich, aber keine begriff, was ich eigentlich suchte. Alle sprachen kein Englisch. So probierte ich einfach jede Tube aus… Die Chinesen sind freundlich und hilfsbereit, aber nicht sehr effizient und schnell überfordert. Das Wetter ist sonnig, nur wenige Grad über Null und die Luft ist klar. Heute Abend können wir von 19 Uhr bis 20:30 Uhr auf der Bahn trainieren. Es sind wieder über 400 Athleten hier. Fast alle sind am Montag von Sydney aus angereist. Einige Nationen haben aber die Velos noch nicht. Ich bin froh, dass ich ein Tag früher geflogen bin.
 
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