2. Quartal 2008
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Grande Boucle und SM Zeitfahren |
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Donnerstag, 26. Juni 2008 19:48 |
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Die Grande Boucle startete am 17. Juni in Gent mit der ersten Etappe über 73km. Das Feld war mit knapp 80 Fahrerinnen übersichtlich. Nach ca. 25km kam ein Streckenabschnitt mit Kopfsteinpflaster. Wir wollten eine Spitzengruppe bilden. Christiane und ich konnten uns mit 5 weiteren Fahrerinnen absetzen. Die Gruppe harmonierte nicht und so schlossen einige Fahrerinnen wieder auf. Etwas später entwischte ich dem Feld und schaffte es alleine bis 4km vor dem Ziel. Danach kam es zum Sprint. Am Mittwochmorgen war eine Halbetappe über 59.5km, die wiederum im Spurt entschieden wurde. Am Nachmittag folgte die zweite Halbetappe über 90.6km. Als Nicole Cooke und Diana Ziliute 25km vor dem Ziel das Tempo erhöhten, bildete sich eine Gruppe von 7 Fahrerinnen. Auf eine Attacke von meiner Teamkollegin Sarah konterte ich und entkam. Dieses Mal reichte es bis 7km vor dem Ziel. Schussendlich waren wir 12 Fahrerinnen. Unser Team war mit Priska, Sarah, Christiane und mir vertreten. Leider gelang uns kein erfolgreicher Vorstoss und es kam einmal mehr zum Sprint. Die Etappe am Donnerstag war von schlechtem Wetter und zahlreichen Stürzen geprägt. Pascale und Carla mussten das Rennen infolge von Sturzverletzungen aufgeben. Das Feld blieb bis zum Schluss zusammen. Die Mannschaft mit dem Gelben Trikot kontrollierte das Rennen. Nach einem langen Transfer (3 Stunden nach der Etappe und 2 weitere am nächsten Morgen) fand am Freitag das lange Zeitfahren im französischen Jura statt. Das Wetter war sonnig und heiss. Die Strecke gefiel mir gut. Ich gewann das Zeitfahren mit 36 Sekunden Vorsprung auf meine Teamkollegin Christiane Soeder und übernahm das Gelbe Trikot! Den passenden Helm habe ich ja schon seit langem! Mit einer tollen Teamleistung konnten wir das Trikot am Samstag erfolgreich verteidigen. Es waren anspruchsvolle 102.8km mit einer Bergankunft auf 1000müM. Wieder hatten wir einen langen Transfer vor uns in die französischen Alpen. Die Landschaft war jedoch traumhaft und so vergingen die 3 Stunden im Auto schnell. Die Königsetappe am letzten Tag über 81.3km und etwas mehr als 3000 Höhenmeter (Col d’Izard, Col de Montgenevre und Bergankunft in Sestrière) entschieden über den Sieg in der Rundfahrt. Nicole Cooke forderte Christiane und mich vor allem in den Abfahrten. Schlussendlich gewann Christiane mit ihrem Antritt kurz vor dem Ziel die Etappe und auch die Rundfahrt. Am Mittwoch startete ich in Messen (SO) zur Titelverteidigung im Zeitfahren. Die 22.7km waren wellig mit etwas mehr als 200 Höhenmetern. Im ersten Teil hatten wir Rückenwind und im coupierten zweiten Teil Gegenwind. Die Temperaturen waren mit über 30 Grad genau da, wo ich sie mag. Mit einem Schnitt von 44.1km/h konnte ich meinen sechsten Meistertitel in Serie feiern. Doch dazu blieb mir nicht viel Zeit. Ich fuhr anschliessend direkt ins Engadin. Heute Morgen machte ich bereits meinen ersten Berglauf. Ich fuhr mit der 7:45 Uhr Bahn in die Talstation und marschierte auf dem Schlittelweg zurück auf Mouttas Muragl. Danach waren meine Beine locker und das Frühstück schmeckte ausgezeichnet. Das Wetter zeigte sich heute von der schönsten Seite. Am Nachmittag war ich 3 Stunden auf dem Rad und genoss die Engadiner Bergwelt. |
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