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Sieg in Rekordzeit am Ironman Zürich |
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Montag, 26. Juli 2010 01:51 |
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Dank dem tollen Sommerwetter in den letzten Wochen verlief die Vorbereitung optimal. Ich bestritt zwei Wettkämpfe aus Training heraus über die olympische Distanz in Murten und Sempach. Daneben fuhr ich mehrmals über den Glaubenbielenpass von Giswil nach Sörenberg. Das ist eine ideale Steigung – 12km mit über 1100m Höhendifferenz. Beim Lauftraining baute ich die eine oder andere Einheit ein, die mir Viktor Röthlin empfohlen hat (u.a. ein langer Lauf und danach 4 x 1000m auf der Bahn). Mitte Juli organisierte das SPZ eine Seeüberquerung von Eich nach Nottwil über 2.5km. In den letzten den Tagen vor dem Ironman gönnte ich mir die nötige Ruhe. Am Tag vor dem Wettkampf nutzte ich die trainingsfreie Zeit und putzte das ganze Haus. So hatte ich eine gute Ablenkung. Am Sonntag stand ich mit gemischten Gefühlen an der Startlinie. Seit meinem Sieg am Ironman Lanzarote 2006 habe ich keinen Ironman mehr bestritten (abgesehen von dem missglückten Abstecher an den Ironman Nizza im letzten Sommer, als ich auf der Radstrecke ausgestiegen war) und hatte viel Respekt. Die erste Runde beim Schwimmen absolvierte ich in einer kleinen Gruppe. Als jedoch die schnellen Schwimmer von der Altersklasse auftauchten (ihr Start erfolgte 5min nach uns), war mein grösste Sorge, nicht im Weg zu sein. Ich wechselte mit 15 Minuten Rückstand zur Spitze aufs Rad. Die 180km wollte ich dosiert fahren, um einen schnellen Marathon laufen zu können. In der Vergangenheit habe ich zuviel Energie in der zweiten Disziplin verloren. Dank dem SRM System (Wattmessung) gelang mir das optimal. Am Heartbreakhill herrschte eine tolle Stimmung. Beim Marathon überraschte ich mich selbst. Eine Laufzeit von 3:04 ist auf dem winkligen Kurs hätte ich mir nicht zugetraut. Aber die vielen bekannten Gesichter an der Strecke haben mir das Laufen leicht gemacht. Zwar plagten mich nach der ersten Runde Krämpfe. Doch eine Aussage von Ronnie Schildknecht in Rapperswil veranlasste mich, Buillon zu trinken. Ich konnte mir das vorher nicht vorstellen, doch es half und war gar nicht so schlecht. Die letzten 7km waren hart. Mit der Siegerzeit von 9:00:054 bin ich sehr zufrieden. Wenn ich es jedoch gewusst hätte, wäre ich gerne 5 Sekunden schneller gewesen. Ich möchte mich bei allen, die am Streckenrand gestanden sind, herzlich bedanken! Es war wirklich ein tolles Erlebnis!! Es ist jetzt mitten in der Nacht. Von Hunger geplagt, erwachte ich… |