2. Quartal 2004


Jetlag und Vorbereitung Zeitfahr WM
Dienstag, 01. Juni 2004 00:00
Die ersten Tage trainierte ich nur regenerativ. Es dauerte einige Tage, bevor ich nicht mehr mitten in der Nacht aufwachte. Sobald die Jet-lag überwunden war, begann ich mit intensivem Training. Ich war auch einige Male auf der Strecke von der Zeitfahr Schweizermeisterschaft in Pfaffnau. Die Strecke ist anspruchsvoll. Unmittelbar nach dem Start beginnt die erste längere Steigung über Roggiswil nach Eihölzli. Nach einer rasanten Abfahrt nach Altbüron führt die Strecke nach St. Urban. Dieser Abschnitt ist mir bestens bekannt (Powerman Zofingen). In St. Urban biegen wir nach der Kirch rechts ab. Dort steigt die Strasse nochmals einige hundert Meter an. Das wird hart. Wer vorher über dem Limit gefahren ist, büsst es hier. Danach ist es nicht mehr weit bis zum Ziel in Pfaffnau. Neben dem Training gab es noch andere Aktivitäten: Am 6. Juni feierte die AMAG 30 Jahre Golf. Mit vielen treuen Golf-Fans fanden den Weg ins Birrfeld mit ihrem geliebten Fahrzeug. Die Schweizer Illustrierte veröffentlichte einige spezielle Fotos in der letzten Ausgabe. Als Botschafterin vom Golf V war ich auch anwesend. Am Leichtathletik Meeting in Luzern vom 9. Juni nahm ich an einer Scooter Stafette teil (4 x 100m). Es gab vier Teams: Sport, Politik, Sponsoren und Prominenz. Leider konnte unser Team den Vorsprung von André Vorarburg nicht halten und wurden von Dada ante portas deklassiert. Rivella erfrischt die Schweizer Sportler in Athen. Mehrere tausend Liter Rivella und Michel, der erfrischende Fruchtsaft aus dem Hause Rivella, werden in den kommenden Tagen nach Athen verfrachtet. Dazu wurde ich am 14. Juni zusammen mit Franco Marvulli und Ralph Naef nach Rothrist zu einem Fotoshooting eingeladen.
 
Noch 3 Tage bis zu meinem Einsatz an der WM
Montag, 24. Mai 2004 00:00
Wir sind seit einer Woche in Melbourne. Die Rennbahn ist 250m lang (wie Sydney). Ich fuehle mich von Training zu Training besser. Nach dem missglueckten Finallauf von Sydney ist mein Ziel, die Zeit von Stuttgart 3:33:5 (August 2004) zu bestaetigen. An der WM werden alle starken Fahrerinnen anwesend sein. Die ersten Zehn erhalten einen Quotenplatz fuer Athen. Mit dem Sieg an der B-WM im letzten Jahr und dem 2. Platz im Gesamtweltcup habe ich den Quotenplatz bereits. Am Donnerstag (27.05.) findet die Qualifikation statt. Die Viertel- resp. Finallaeufe sind am Freitag.
 
Mittwoch, 19. Mai 2004 00:00
Nach einem kurzen Flug von Sydney nach Melbourne bezogen wir am Montag unser Hotel für die nächsten zwei Wochen. Es lag neben einem Park (Albert Park) mit einem kleinen See und nur 4km von der Radrennbahn entfernt. Dienstag und Mittwoch trainierte ich mit den Jungs (Franco, Alexander und Bruno) mehrere Stunden auf der Strasse. Der südlichste Punkt von der Stadt Melbourne liegt in Frankstown, 40km von unserem Hotel entfernt. Die meisten Kilometer konnten wir auf der Beach Route fahren mit Blick aufs Meer. Es war ein bisschen besser was Ampeln und Verkehr betraf, aber nicht zu vergleichen mit der Schweiz. Am Donnerstag bis Sonntag gingen wir auf die Bahn. Ich fuhr alle Trainingseinheiten mit Scheibenrad (vorne und hinten). Ich kam von Tag zu Tag besser mit der Bahn zurecht. Auch das Scheibenrad bereitete mir keine Probleme mehr. Am Montag fuhr ich nur locker auf der Rolle. Am Dienstag und Mittwoch trainierte ich nochmals auf der Bahn. Dann galt es auch schon ernst. In der Qualifikation vom Donnerstag konnte ich die Zeit von Sydney nicht verbessern. Mit dem 6. Rang musste ich am nächsten Tag gegen die Vizeweltmeisterin 2003, Katie Mactier (AUS), antreten. Sie fuhr in der Qualifikation 2,8 Sekunden schneller. Ich war motiviert und wollte eine Zeit von 3:34 anpeilen. Doch irgendwie klappte es wieder nicht. Ich war mehr mit dem Steuern der Kurven beschäftigt und konnte mich auf nichts anderes konzentrieren. Mit der Zeit von 3:37:845 war ich enttäuscht. Ich weiss, dass ich noch nicht in absoluter Topform bin. Trotzdem war mein Ziel realistisch. Fazit: Jetzt muss ich die nächsten 10 Wochen optimal nutzen und an meiner Schnelligkeit arbeiten. Der Rückflug war wieder mit der Singapore Airlines. Beim Hinflug hatte ich nicht bemerkt, dass man aus über 60 Videos und 100 CD auswählen und selber starten kann. Jeder Passagier hatte einen kleinen Bildschirm zur Verfügung. Im Flug von Melbourne nach Singapore habe ich „;Along came Polly“;, „;Starsky & Houtch“;, zwei Episoden von „;Friends“; sowie einen Triller angeschaut. Der Flug von Singapore nach Zürich dauerte 12 Stunden, davon habe ich 9 geschlafen. Es ist schön, wieder in der Schweiz zu sein. Bereits auf der Heimfahrt machten wir einen Zwischenhalt in einer Bäckerei. Neben vielem hat mir auch das feine Brot gefehlt. Wenn das Gepäck nicht limitiert wäre, würde ich meine Brotbackmaschine mitnehmen.......
 
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