2. Quartal 2004
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Schweizermeisterschaft Strasse |
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Samstag, 26. Juni 2004 00:00 |
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Bei sonnigem Wetter startete unser Rennen am Samstagmorgen um 8:35 Uhr. Ich war sehr motiviert und freute mich auf einen spannenden Wettkampf. Daraus wurde jedoch nichts. Eine Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 36km/h wurde über die Distanz von 101.5km erzielt. Ich habe mehrere Male vergeblich attackiert. Obwohl meine Beine nicht „;frisch“; waren, war ich enttäuscht, dass ich es nie geschafft habe, mich von Feld zu lösen. Vielleicht habe ich im falschen Moment angegriffen oder war zuwenig konsequent.
Fazit: Es ist schwierig, aus dem Nichts eine Attacke zu fahren, die erfolgreich ist. Meistens führt erst die Konterattacke zum Ziel.
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Zeitfahr-Schweizermeisterschaft |
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Mittwoch, 23. Juni 2004 00:00 |
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Entgegen den schlechten Wetterprognosen konnte die Meisterschaft bei trockener Witterung durchgeführt werden. Am Montag machte ich einen Ruhetag. Mein Masseur versuchte die „;verkrampften“; Beine von der Trentino Rundfahrt einigermassen zu lösen. Am Dienstag schaute ich mir nochmals die Strecke an. Den Mittwochmorgen verbrachte ich ruhelos. Mit Veloputzen, Zeitung lesen, spielen mit Hund Tina und kurzem lockerem Training auf der Rolle verging die Zeit bis zum Mittag sehr schnell. Kurz nach 12 Uhr fuhr ich mit dem Auto nach Pfaffnau. Beim Einfahren fühlten sich meine Beine leer an und ich kürzte das Aufwärmprogramm. Das war ein Fehler. Denn je schlechter man sich fühlt, desto wichtiger ist das Aufwärmen. So brauchte ich zuerst einige Kilometer, bis ich meinen Rhythmus fand. Es hat mich unglaublich gefreut, wie viele bekannte Gesichter ich vor und nach (manchmal auch während) dem Rennen gesehen habe. Vielen, vielen Dank für die kräftige Unterstützung. Diese hat mich zum Sieg getragen! Ich freue mich sehr über den Meistertitel. Jetzt möchte ich am Samstag nochmals ein gutes Rennen fahren, bevor ich mir dann einige Tage Erholung gönnen werde. |
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Donnerstag, 17. Juni 2004 00:00 |
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Am Mittwochmorgen fuhren wir nach Trento. Um ca. 17 Uhr bezogen wir unser Hotel in einem kleinen Dörfchen in der Nähe von Trento. Das Wetter zeigte sich bis am Samstag von der besten Seite. Der Start erfolgte jeweils um 14 Uhr. Vor dem Frühstück fuhr ich immer eine Stunde auf der Rolle. Die erste Etappe hatte zwei Bergwertung. Im Schlussanstieg holten wir (eine 15köpfige Spitzengruppe) die führende Fahrerin Marion Clignet ein. Tina Liebig konnte sich, nachdem andere (auch ich) erfolglos attackierte hatten, ein bisschen absetzen. Sie gewann mit 7 Sekunden Vorsprung.
Die zweite Etappe hatte noch mehr Höhenmeter als die erste. Es waren zwei Runden à 44km. Der Anstieg war mit bis zu 15% Steigung hart. Das erste Mal blieb auch ein grosser Teil des Feldes zusammen. Erst in der zweiten Runde wurde alles auseinandergerissen. Es gelang mir, als 4. die Bergwertung zu überqueren. Kurz danach kam das Team Nürnberger mit Tina Liebig im Schlepptau. Wir fuhren die letzten 10km im Schnelltempo und holte eine ausgerissene Fahrerin 2km vor dem Ziel ein. Wieder gab es einen Sprint unter 14 Fahrerinnen.
Die dritte Etappe war topographisch die einfachste. Die Strecke führte durch Verona, wo Ende September die Weltmeisterschaft stattfindet. Ein Teil der Etappe wird voraussichtlich die WM Strecke sein. Mein Ziel war, 20km in den ersten Positionen zu fahren. Das konnte ich auch umsetzen und fuhr bei einigen Attacken mit. Das war sehr spannend! Regina Schleichner gewann im Sprint vor Petra Rossner. Fast das gesamte Feld kam geschlossen ins Ziel.
Am Sonntagmorgen regnete es in Strömen. Doch wir hatten Glück. Ca. 1 Stunde vor dem Start wurde es trocken. Die 4. Etappe war die schwerste. Nach 30km ging es 10km bergauf, mit bis zu 16% Steigung. Ich wusste, dass hier mit der Spitze mithalten musste, da 10 Fahrerinnen innerhalb von 17 Sekunden klassiert waren (ich war auf dem 10. Zwischenrang). Es gelang mir. Die Leaderin Tina Lieblig wurde von ihrem Team wieder zu uns an die Spitze geführt. Jede Attacke wurde vom Team Nürnberger im Keime erstickt. Kurz vor dem 15km langen Schlussanstieg begann es heftig zu regnen und wurde kühler. Auch beim Anstieg wurde einige Male angegriffen –; erfolglos. Gemeinsam mit 12 anderen Fahrerinnen kam ich auf die Zielgerade. Ich hatte für den Schlusssprint keine Kraft mehr. Mit dem 9. Schlussrang bin ich sehr zufrieden.
Fazit: Wenn man meint, es geht nicht mehr, geht es immer noch!!
Resultate |
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